Massiver Fleisch-Konsum und Krebs

stick_figure_grilling_1600_clr_12417Vielerorts wird darüber geschrieben, welche Ernährung zu Krebs führen kann. Auch bei dem vermehrten Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den meines Erachtens weiteren schwerwiegenden medizinischen Herausforderungen neben den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, nämlich den Infektionserkrankungen und den Schmerzen im Stütz- und Bewegunsapparat, werden bestimmte Ernährungsweisen als verantwortlich für Erkrankungen definiert. Ebenso werden bestimmte Ernährungsweisen als geeignet empfohlen, um diese schweren Erkrankungen zu vermeiden.

Es werden dabei auch häufig diese oder jene Volksstämme und deren Ernährung herangezogen.

Im Mainstream der gesundheitsbewußten Menschen Westeuropas scheint die “gesunde mediterrane Ernährung” im Trend zu liegen. Sehen wir uns jedoch einmal an, was die über den Erdball verteilten von Krebs und anderen schweren Erkrankungen noch niemals heimgesuchten Volksstämme verzehren, so finden wir qualitativ große Widersprüche. Da gibt es Volksstämme, die ernähren sich nur von Obst und Gemüse, andere nur von Fischen und Meeresfrüchten. Es gibt jedoch auch Volksstämme, die sich nur von Fleisch ernähren und dabei gesund bleiben und bis zu ihrem Lebensende jenseits der 110 gesund bleiben.

Wie passt das also zusammen mit der Aussage, dass Ernährungs-Eiweiß einer der größten Verursacher unserer Zellen und damit von Krebs sei?

Zunächst erst einmal mein Hinweis, dass wir von tierischem Nahrungs-Eiweiß reden, also von dem Eiweiß in unserer Nahrung und nicht von dem im menschlichen Körper. Dieses Nahrungs-Eiweiß hat einen sehr weiten Weg bis zum Eiweiß als Bestandteil unseres Organismus. Ein komplizierter energieaufwendiger Prozess der Verdauung muss durchlaufen werden, um aus Nahrungs-Eiweiß Körper-Eiweiß zu machen. Hier sind die Verhältnisse ähnlich wie beim Nahrungs-Fett, das wir aufnehmen. Auch beim Nahrungs-Fett ist es ein weiter und komplizierter Prozess von diesem zum Körperfett. Um es einfacher zu sagen: Die Verdauung des eiweißreichen Steaks braucht viel Energie zur Umwandlung, bis es zum Muskelaufbau beitragen kann.

Um die Frage nach dem Zusammenhang zwischen viel Eiweiß in der Nahrung und Krebs gleich kurz zu beantworten, verrate ich hier schon das Wesentliche: Es geht um die absolute Menge!

Die Quantitäten der Nahrung sind bei allen gesunden Volksstämmen mit hoher Lebenserwartung gering, geringer als in der westlichen Welt.

Der Effekt, dass aus viel verzehrtem Eiweiß vermehrt Krebserkrankungen auftreten, tritt ein, wenn eine gewisse Menge von Eiweiß in der Nahrung überschritten wird. Diese Erkenntnis ist wissenschaftlich abgesichert.

Leider wird in der Argumentation dieses oft verwechselt mit dem Anteil an Eiweiß in der Nahrung. Darum geht es jedoch bei dieser Betrachtung nicht. Hier geht es um die absolute Menge von tierischem Eiweiß in der Nahrung. Es kann durchaus sein, dass jemand, der einen geringen Anteil von Eiweiß in der Nahrung hat, schon zu viel an absoluter Menge von Eiweiß verzehrt und es dadurch bei ihm zu Krebs kommt. Ebenso ist es möglich, dass selbst bei hohem relativen Anteil von Eiweiß diese kritische Menge bezüglich der Krebs-Induzierung nicht erreicht oder gar überschritten werden kann.

Wo liegt nun dieser Wert? Die heute in westlichen Ländern übliche Ernährung mit durchschnittlich 70 g tierischem Eiweiß bringt eine klare Übersäuerung der Zellen. Daraus entstehen 80 mmol H+-Ionen. Jeder weiß aus dem Chemie-Unterricht, dass das die reinste Säure ist. Die Niere des Menschen hat eine maximale Ausleitungskapazität von nur 70 mmol H+-Ionen. Und schon im Mittel erzeugt der westliche Bürger 80 mmol.

Wir übersteigen also schon allein durch den durchschnittlichen Fleischkonsum die Ausleitungskapazität von Säure. Was die Niere nicht schafft, verbleibt als Säure im Körper. Beweis sind die vermehrt auftretenden Pilze im Darm des Westeuropäers. Pilze wachsen im Darm, wenn viel Säure da ist. Der zugehörige pH-Wert für das Wohlfühlen von Pilzen beträgt 5,5. Beim pH-Wert 5,5 reden wir jedoch vom ca. 80fachen des Normalzustandes! Der liegt bei pH = 7,36. Und erinnern wir uns doch nur der aus anderen wissenschaftlichen Beiträgen bekannten Verbindung (Symbiose) zwischen Krebs und Pilzen (Candida).

Hier geht also das “Übliche” und das “Normale” weit auseinander. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei 95 % der Mitbürger der pH-Wert unter 6 ist. Das sollten wir nicht als normal betrachten. Der Darm sollte der Biologie folgend einen pH-Wert über 7 haben. Dafür sorgt die gesunde Bauchspeicheldrüse mit Basensaft. Hier kommt erschwerend hinzu, dass die Bauchspeicheldrüse vieler Westeuropäer nicht gesund ist.

Jedenfalls reicht der Basensaft bei dem Fleischkonsum, wie er in westlichen Ländern gegenwärtig üblich ist, nicht aus, um die durch die Ernährung verursachte Säure zu neutralisieren.

Die in den westlichen Ländern täglich aufgenommene Menge an tierischem Eiweiß reicht schon allein aus, um die Ausleitungsfähigkeit der Nieren zu überfordern. Unsere Gewebezellen säuern somit mehr und mehr.

Nun kommt hinzu, dass Krebs als nicht abgeschlossener Reparaturprozess von den Enzymen der Bauchspeicheldrüse kontrolliert wird. Wir haben bereits gelernt, dass im Falle einer Schwangerschaft oder für einen Reparaturprozess – z.B. bei der Bekämpfung einer Infektion durch die weißen Blutkörperchen – Bindegewebe durchdrungen werden muss. So wehrt sich nämlich unser Immunsystem. Es sendet die Killerzellen aus den Blutgefäßen durch die aus Bindegewebe bestehenden Blutgefäßwände und durch die Zellwände zur Verteidigung der betroffenen Zellen. Es muss also Bindegewebe durchdrungen werden. Diese Öffnungen oder auch als Verdauung des Bindegewebes bezeichneten Prozesse müssen jedoch auch wieder beendet werden. Der Prozess wird dann gewöhnlich durch die Bauchspeichel-Enzyme Trypsin und Chymotrypsin kontrolliert. Fehlen diese Enzyme, dann kann der Organismus das Wachstum der Trophoblasten nicht mehr kontrollieren. Die Trophoblasten wachsen nun unaufhörlich. Diese Zellen unterscheiden sich übrigens nicht von Krebszellen. Unter “normalen” Umständen würden die Trophoblasten kontrolliert durch die Enzyme der Bauchspeicheldrüse beendet. Das ist übrigens auch so in der Schwangerschaft. Das Wachstum der Trophoblasten wird z.B. plötzlich und kontrolliert durch die Enzyme nach dem 56. Schwangerschaftstag beendet. Das ist der normale Vorgang der Beendigung des Prozesses.

Da die Verfügbarkeit dieser Enzyme bei den Menschen gefährdet ist, die eine größere Menge von tierischem Eiweiß in der Nahrung aufnehmen, kann der Prozess nicht beendet werden, und es wächst der Tumor. Die erforderlichen Enzyme werden nämlich auch für die Eiweißverdauung benötigt. Bei zu hohem Fleischkonsum verbrauchen sie sich und stehen zur Kontrolle jeden Reparaturprozesses nicht mehr zur Verfügung. Jetzt fehlen sie also aufgrund des hohen Eiweiß-Konsums.

Der zweite Sicherungsmechanismus ist durch die cyanogenen Glykoside gegeben. Das ist nichts anderes als das uns schon bekannte Laetrile, auch als Vitamin B17 oder Amygdalin bezeichnet. Dummerweise hat man aber Lebensmittel, die diese Stoffe enthalten, aus Angst vor der darin molekular gebundenen Blausäure in den modernen Zivilisationen weitgehend aus der Ernährung verdrängt. Aber auch das wissen wir schon und führen unserer täglichen Nahrung deshalb Laetrile z.B. in der Form von Obstkernen zu.

Es sind also die beiden Effekte, die hier zu beachten sind, um den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebs zu verstehen:

  1. zu viel Fleisch, wodurch die Bauchspeicheldrüse überfordert ist und sich übersäuerte Zellen ausbilden, die zu Krebs führen können,
  2. zu wenig Bauchspeichel-Enzyme zum Beenden der Reparaturprozesse, wodurch Krebs nicht aufgehalten wird.

Diese Effekte resultieren aus dem üblicherweise zu hohem Fleisch-Konsum und dem damit verbundenen zu viel an tierischem Eiweiß in der Nahrung. Weil das zu Krebs führt, sollte dem Einhalt geboten werden. Das heißt nicht, den Fleisch-Verzehr insgesamt zu meiden, sondern mit der absoluten Verzehrmenge von Fleisch deutlich unter die Ausleitungskapazität der Niere zu gelangen.

Irgendwelche Studien oder gar Doppel-Blind-Studien erübrigen sich, da die von Krebs freien Naturvölker als Referenzgruppe herangezogen werden können. Bei einigen liegen Daten über fast 1000 Jahre vor.

Trotzdem sei hier eine Studie des amerikanischen National Cancer Instituts mit 494.000 Teilnehmern aufgeführt [1]. Dabei zeigte sich, dass die Gruppen von Menschen mit erhöhtem Fleisch-Konsum ein höheres Risiko für Krebserkrankung tragen. Rotes Fleisch war in der Studie definiert: vom Schwein, Rind und Lamm. Die Forscher fanden heraus, dass die Probanden mit einem besonders hohen Konsum von rotem Fleisch, ein um 25 % erhöhtes Risiko hatten, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Das Lungenkrebsrisiko war um 20 % erhöht und das Risiko für Speiseröhren- und Leberkrebs war zwischen 20 % und 60 % erhöht.

Die Teilnehmer, die besonders häufig verarbeitetes Fleisch (auch Schinken, Wurst etc.) konsumierten, hatten ein 20 % höheres Risiko an Dickdarmkrebs und ein 16% höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Eine erhöhte Zufuhr von rotem- und verarbeitetem Fleisch steht ebenfalls im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Männern. Nach Meinung der Forscher kann 1 von 10 Lungen- bzw. Dickdarmkrebserkrankungen durch die reduzierte Aufnahme von rotem Fleisch vermieden Frühere Studien haben bereits die Fleischzufuhr mit einem erhöhten Krebsrisiko, insbesondere von Magen- und Dickdarmkrebs, in Zusammenhang gebracht. Andere Studien zeigten einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Fleischzufuhr und dem Risiko an

Blasenkrebs

Lungenkrebs

Eierstockkrebs

Brustkrebs

Gebärmutterhalskrebs

Speiseröhrenkrebs

Nierenkrebs

Leberkrebs

Mundkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Prostatakrebs

zu erkranken. Dass das Verständnis für diesen klaren Zusammenhang und einen der stärksten wenn nicht dem stärksten Säureverursacher unseren Zellen vielerorts fehlt, habe ich letztens in einem Gespräch mit einem dialyse-pflichtigen Patienten erfahren. Er berichtete mir, dass er nicht darauf aufmerksam gemacht wurde, seine Nahrung aus weniger tierischem Eiweiß zusammen zu stellen. Soweit ist es also mit der Aufklärung oder dem Ausbildungsstand von einigen Ärzten bestellt. Aber das hatten wir ja schon. Deshalb finden wir uns ja in eigener Initiative zusammen, um unser eigenes Wissen zu mehren. Dazu ist AgilSmart da und erfüllt hoffentlich seinen Zweck für ein Leben ohne Krankheit.

Die Ägypter, damit sind die Könige in Ägypten gemeint, litten an folgenden Krankheiten: Arteriosklerose, verschiedene Formen der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zahnverfall, Krebs, Osteoporose, Schlaganfall, Übergewicht, Arthritis, Divertikulose des Colons. Aufgrund der Analyse von mehr als 36.000 Autopsien an ägyptischen Pharaonen werden diese Erkrankungen in erster Linie durch übermäßigen Fleischkonsum und eine falsche Ernährung ausgelöst [2].

Ein Übermaß an Gallensäure ist erforderlich zur Verwertung des im Darm befindlichen tierischen Eiweißes. Gallensäure löst beim Menschen Krebs aus [3].

Die Intensität des Ausbruchs von Darmkrebs hängt stark mit dem Verzehr von Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch zusammen [4].

In den USA sterben 2,5mal so viele Menschen an Darmkrebs als in China. Amerikanerinnen chinesischer Abstammung, die sich mit viel Fleisch ernähren, erkranken 4mal schneller als Chinesinnen an Darmkrebs [5].

Schließlich will ich Phillip Day direkt zitieren [6].Eine eiweißhaltige Ernährung wird auch mit Brustkrebs in Verbindung gebracht, da hohe Östrogenwerte bei einer Brustkrebserkrankung eine ausschlaggebende Rolle spielen. Untersuchungen haben belegt, dass Frauen, die Fleisch essen, über höhere Östrogenwerte im Urin verfügen als Frauen, die sich vergetarisch ernähren [7]. Diese Aussagen belege, dass der westliche Ernährungsstil aufgrund des übermäßigen Fleisch-Konsums ernsthafte Probleme birgt, über die die meisten Onkologen bis heute nicht mit ihren Patienten reden. Herzerkrankungen und Krebs – die von Experten als eindeutig vermeidbar bezeichnet werden – sind heute die beiden größten Killer der westlichen Welt.

Zusätzlich kommt es noch zu dem Problem, dass beim gleichzeitigen Verzehr von Fleisch für dessen Verdauung im Körper Säuren bereitet werden, für die Kohlehydrate jedoch Basen. Beider Verdauungssäfte neutralisieren sich gegenseitig. Im Ergebnis verrotten die Nahrungsmittel im Darm. Es entstehen Verwesungsgifte.

Hiermit will ich es belassen und hoffe, dass die vielfältigen in der Wissenschaft aufgelaufenen Ergebnisse die Überzeugung erhärten, dass zu viel Eiweiß in der Nahrung Krebs induziert.

Mit diesem Beitrag wäre schon viel gewonnen, wenn noch mehr Menschen den Unterschied zwischen relativem Anteil tierischen Eiweißes in der Ernährung und dessen absoluter Menge verstünden und berücksichtigen.

In AgilSmart wird dieses Thema ebenfalls abgehandelt.

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Literatur

[1] Sinha R et al., „Meat intake and mortality: a prospective study of over half a million people.“ Arch Intern Med. 2009 Mar 23;169(6):562-71. (Fleischkonsum und Mortalität: eine prospektive Studie mit über einer halben Million Menschen.)
[2] Mysteries of the Mummies, Loma Linda: University School of Health, 1984
[3] Galloway,D., Experimental colorectal cancer: The relationship of diet and faecal bile acid concentration to tumor induction, Br.J.Surg. 73:233:237, 1986
[4] Berg,J. zitiert in Robbins,J., Diet for a New America, Stillpoint Publ. 1987, S. 254
[5] Whittemore,A., Diet, physical activity and colorectal cancer among Chinese in North America and China, J.Natl.Cancer Inst., 82:915-925, 1990
[6] Day, P.,Krebs- Stahl, Strahl, Chemo & Co: Vom langen Ende eines Schauermärchens, Kent, 2008
[7] Schultz,T. In: Nutrient intake of hormonal status of premenopausal vegetarian Seventh Day Adventists and premenopausal non vegetarian, Nutr. Cancer, 4:247-259, 1983

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