Auch mäßige Bewegung hilft

Auch mäßige Bewegung schützt vor Krankheiten
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Auch mäßige Bewegung schützt vor Krankheiten

Die Auswirkungen von Bewegung auf die Gesundheit: Neue Erkenntnisse aus einer umfassenden Studie

Eine neue bahnbrechende Studie, die insgesamt 196 Untersuchungen mit über 30 Millionen Teilnehmern analysierte, hat ergeben, dass selbst mäßige körperliche Aktivität einen signifikanten Schutz vor Herzkrankheiten und Krebs bieten kann. Diese Erkenntnisse wurden von einem internationalen Team von Wissenschaftlern gewonnen und könnten das Verständnis darüber, wie Bewegung die Gesundheit beeinflusst, revolutionieren.

Der Zusammenhang zwischen Bewegung und Krankheitsrisiko

Bereits bekannt war der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einem erhöhten Todesrisiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) und Krebs. Allerdings haben frühere Metaanalysen unterschiedliche Methoden verwendet, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränkte. Die Global Burden of Disease (GBD)-Studie schätzte beispielsweise die Bewegung im Berufsleben, ohne jedoch zu klären, ob sie einen vergleichbaren gesundheitlichen Nutzen wie körperliche Aktivität in der Freizeit hat.

Neue Erkenntnisse durch innovative Techniken

Doch neue Techniken zur Analyse von Big Data haben es ermöglicht, die Beziehung zwischen körperlicher Aktivität und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei Krebs genauer zu untersuchen. Insbesondere die Form des Dosis-Wirkungs-Zusammenhangs – also die Antwort auf die Frage, wie viel Bewegung welche Wirkung erzielt – wurde genauer bestimmt. Dies ist entscheidend, um konkrete Ratschläge für die öffentliche Gesundheitspolitik zu geben. Die vorliegende Studie nutzte einen neuartigen Harmonisierungsrahmen, um diese Beziehung zu berechnen und wendete dabei unkonventionelle Messmethoden von körperlicher Aktivität an.

Schlüsselergebnisse der Studie

Die Forscher fanden heraus, dass bereits kleine Steigerungen von körperlicher Aktivität in der Freizeit sehr vorteilhaft sein könnten. Auf Bevölkerungsebene könnten 150 Minuten pro Woche mäßiger bis intensiver aerober körperlicher Aktivität dazu beitragen, 16 % aller vorzeitigen Todesfälle zu reduzieren. Ebenso zeigten die Dosis-Wirkungs-Assoziationen, dass bereits die Hälfte der empfohlenen körperlichen Aktivität auch nennenswerte gesundheitliche Vorteile erzielen könnte.

Die Bedeutung der Ergebnisse

Die Studienergebnisse legen nahe, dass Bewegung eine wirksame Methode zur Verringerung des Risikos für chronische Krankheiten darstellt. Zudem wurde beobachtet, dass Bewegung bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen effektiver ist als bei Krebs. Dennoch betonen die Autoren, dass jede Art von Bewegung besser ist als keine Bewegung, und selbst kleine Trainingseinheiten können das Risiko für chronische Krankheiten verringern.

Diese neuen Erkenntnisse könnten tiefgreifende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitsbotschaft haben und dazu beitragen, die Wirksamkeit von Bewegung als Präventionsmaßnahme gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu betonen.

Literatur
Garcia L, Pearce M, Abbas A, Mok A, Strain T, Ali S, Crippa A, Dempsey PC, Golubic R, Kelly P, Laird Y, McNamara E, Moore S, de Sa TH, Smith AD, Wijndaele K, Woodcock J, Brage S. Non-occupational physical activity and risk of cardiovascular disease, cancer and mortality outcomes: a dose-response meta-analysis of large prospective studies. Br J Sports Med. 2023 Feb 28:bjsports-2022-105669. doi: 10.1136/bjsports-2022-105669. Epub ahead of print. PMID: 36854652. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36854652/)

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